Orgel Lexikon

In diesem kleinen “Orgel-Lexikon” sind einige Begriffe erklärt. Wer mehr wissen möchte dem sei die Seite von “Reiner Janke” empfohlen

Abstrakte : Dünne Holzleiste aus feinjährigem Fichtenholz (ca. 0.8 x 8 mm) was die Wege zwischen Taste und Ventil verbindet. Wurde und wird bisweilen auch aus Aludraht hergestellt.

 

Aufschnitt : Die Höhe des Labiums(Pfeifenmund),trägt maßgeblich zum Klang der Pfeife bei.

 

Balanciers : Eine Spielhilfe die den Druckpunkt der Taste senkt.

 

Balg : Der MAGAZINBALG bevorratet und reguliert den Wind für die gesamte Orgel während der WINDLADENBALG  den Winddruck in den einzelnen Werken regelt..

 

Brustwerk : Das kleinste Werk der Orgel ,vorwiegend mit “kleinen” Registern disponiert und in “Brusthöhe” über dem Spielschrank angebracht

 

Disposition : Zusammenstellung der Register einer Orgel, geordnet nach ihrer Verteilung auf die verschiedene Manuale und das Pedal.

 

Flöte : Großzügig mensuriertes Labialregister mit weichem Klang als offene oder gedeckte Pfeifen

 

Fuß : Altes Längenmaß (1 Fuß= ca. 30cm),das im Orgelbau die Länge des größten und tiefsten Tones eines Registers und somit die Tonhöhe bezeichnet.( z.B. : Prinzipal 8 Fuß tiefes C entspricht 8 x 0,3m = 2,4 m).

 

Gedackt/Gedeckt : Bei diesen Registern werden die Pfeifen mit einem verschiebbaren Deckel versehen wodurch die Pfeifen doppelt so tief klingen wie sie eigentlich lang sind.

 

Gebläse : Erzeugt den Orgelwind. Meist handelt es sich um einen langsamen ,leisen Motor der ein Schleudergebläse dreht.

 

gekröpft :Das trennen und wieder zusammensetzen in Winkel o. U- Form  von Pfeifen. Dies wird nötig wenn im Orgelgehäuse nicht genug Platz in der Höhe ist.

 

Hauptwerk : Das klangliche Zentrum der Orgel,meist mit den kräftig intonierten Registern.

 

Intonation / Intonateur(in) : Der Prozess der Klanggestaltung der Orgel. Der Intonateur bestimmt die Ansprache,,Lautstärke und die Klangfarbe der einzelnen Pfeifen bzw. Register.

 

Kanzelle/Tonkanzelle/Registerkanzelle : Eine Kanzelle ist ein abgeteilter “Raum “in einer Windlade,wo mittels eines Ventils Wind an oder abgestellt werden kann.Eine Tonkanzelle bringt also Wind zu allen Pfeifen eine Tones in einer Schleiflade, während in einer Kegellade in der Registerkanzelle der Wind für das Register ansteht.

 

Kern/Pfeifenkern : Bei Metallpfeifen eine horizontal eingelötete Runde Scheibe zwischen Pfeifenfuß und Pfeifenkörper. Bei Holzpfeifen ein massiver Holzklotz um den herum vier Bretter verleimt den Pfeifenkörper ergeben .

 

Klaviatur : Tastenreihe, heutzutage meist 56 Manual und 30 Pedaltasten .

 

Koppel : Eine schaltbare Vorrichtung welche die Manuale untereinander bzw. mit dem Pedal verbindet.

 

Labial / Lippenpfeifen : Die “normalen” Orgelpfeifen. Wie bei einer Blockflöte wird der Luftstrom am Labium in Bwegeung versetzt und eine im Pfeifenkörper schwingende Luftsäule erzeut einen Ton.

 

Legierung: Bei Metellpfeien dasMischungsverhältnis zwischen Zinn (SN) und Blei (PB).

 

Lingualpfeifen: Bei den Zungenpfeifen wird der Ton durch eine auf einer Hohlkehle federnden Messingzunge erzeugt.

 

Manual : Die mit den Händen zu spielende Tastenreihe/Klaviatur.

 

Mensur : Das Maßverhältniss vom Pfeifendurchmesser und Labiumsbreite zur Höhe des Aufschnitts entscheidet späteren Klangcharakter .

 

Metallpfeifen : Aus Zinn/Blei Legierung .Diese wird zu Platten gegossen und dünn ausgehobelt.Aus dem Zinnblech werden Kegel für die Pfeifenfüße und Zylinder für die Pfeifenkörper geformt und verlötet

 

Mixtur : Die Klangkrone der Orgel; aus hohen Prinzipalreihen (Quinten und Oktaven) gebildet, prägt sie den glanzvollen Orgelklang.

 

mmWS : Steht für Millimeter Wassersäule.Maßeinheit für denWindruck der Orgel.

 

Obertöne :Sind jedem natürlichen Ton zugeordnet; von ihrer Stärke, die durch die Pfeifenmensur bestimmt wird, ist die Klangfarbe abhängig

 

Pedal : das Werk innerhalb der Orgel welches mittels der Pedalklaviatur mit den Füßen gespielt wird .

 

Piston : Fußschalter zum Schalten von Koppeln und Setzerkombinationen.

 

Positiv : Kleine ,meist transportabele Orgel oder Teilwerk einer großen Orgel .

 

Prinzipal :Haupt bzw. Führungsregister einer Orgel.Zylindrische ,offene Labialpfeifen die kräftig intoniert werden.

 

Prospekt : Die Vorderansicht, die sichtbaren Pfeifen der Orgel.

 

Raster : Haltevorrichtungen in die Pfeifen gestellt oder eingehängt werden .

 

Register :Pfeifenreihe von gleicher Klangfarbe und Bauart. Im Manual 56, im Pedal 30 Töne umfassend. Die Fußzahl zeigt die Länge der grössten Pfeife des Registers, des tiefen C.

 

Registertraktur : Mechanische oder Elektromechanische Anlage zum Ein un Ausschalten von Registern.

 

Rückpositiv : Teilwerk einer Orgel welches im Rücken des Spielers in der Brüstung der Orgelbühne eingebaut ist.

 

Schleiflade : Verteilersystem welches den Wind über Tonventile und Registerschleifen zur gewünschte Pfeife steuert.

 

Schwebung : Beschreibt den Effekt,der bei Überlagerung von Schwingungen annähernd gleicher Frequenzen entsteht .

 

Schwellwerk : Räumlich geschlossenes Werk in einer Orgel welches durch Jalousieartig beweglich Schwellklappen den Klang An- und Abschwellen läßt.

 

Setzeranlage : Elektromechanische oder Elektronische Speichereinrichtung zum Abrufen von Voreinstellungen der Registrierung durch Hand oder Fußschalter.

 

Spieltisch : Arbeitsplatz des Organisten.Von hier aus werden Manuale,Pedal,Registenlage Koppeln und Setzer betätigt.

 

Tonventil : Das Ventil öffnet sich durch Tastendruck in der Windlade und läßt den Wind durch die Tonkanzelle in die Pfeife strömen.

 

Traktur : Sind all die Komponenten ,die zusammen die Verbindungen zwischen Tasten und Tonventilen bilden.

 

Tremulant : Apparat der intervallmäßig Wind aus einem Werk abläßt oder zuführt und damit ein “zittern” im Klang erzeugt.

 

Tutti : alle Register sind eingeschaltet .

 

Ventile : Gibt es in unzähligen Varianten in den verschiedenen Orgelsystemen. Das gängigste ist wohl das Tonventil in einer Schleiflade .Ein schmales längliches leichtes Holz was auf einer Seite mit Filz und Leder belegt ist und ein Langloch schließen und öffnen kann.

 

Wellenbrett : Vorrichtung die mittels kleiner drehbar gelagerter Holz oder Metallwellen die Tastenbewegung von den Abständen der Tasten(Tastenteilung) auf die größeren Abstände der Windlade (Windladenteilung) überträgt .

 

Werk/Werkprinzip: Der einem bestimmten Manual oder Pedal zugeordnete Teil (Windlade und Pfeifen) der Orgel; jedes Werk hat seine eigene Funktion und Charakter und bildet eine eigenständige kleine Orgel.

 

Windlade : Das technische Herz der Orgel. Eine große Konstruktion aus Holz auf der die Pfeifen stehen und in der die Steuerungselemente für die Wind untergebracht sind.

 

Zimbelstern : Ein Klangeffekt bei dem kleine Schlegel unperiodisch mehrere Glöckchen anschlagen .Dabei dreht sich Prospekt sichtbar ein Stern mit.

 

Zungenpfeifen/Zungenstimmen : siehe Lingualpfeifen