II MANUAL/Hauptwerk

Bordun

16´

Prinzipal

Rohrgedeckt

Gambe

Oktave

Rohrflöte

Oktave

Mixtur 3f.

1 1/3´

Trompete

Tremulant

I MANUAL-Koppelman.

III MANUAL / Schwellw.

Gedeckt

Salicional

Vox coelestis

Nachthorn

Quinte

2 2/3´

Waldflöte

Terz

1 3/5´

Oboe

Tremulant

PEDAL.

Subbaß

16´

Oktavbaß

Oktave

Fagott

16´

Pedalkoppel I

Pedalkoppel II

Zimbelstern

Gedanken zu unserer Arbeit

Ein Orgelneubau ist für den Erbauer immer wieder eine ganz individuelle Herausforderung, obwohl das Bauprinzip der Orgel ja schon seid so vielen Generationen praktiziert wird. Ihr zukünftiges Instrument forderte von uns ein besonders hohes Maß an Planungsgeschick. Für die äußerlichen Prospektgestaltung waren einige Anläufe erforderlich, bis eine optimale Lösung gefunden wurde. Durch den modernen und asymmetrischen Prospekt in der Ecke wurde ein komplizierter Werkaufbau notwendig. Schließlich mußten 21 Register auf kleinem Raum untergebracht werden. Dabei stand der Erfolg für eine gut klingende und eine hervorragende spielbare Orgel stets an erster Stelle.

Nach einer Bauzeit von fast einem Jahr, ist natürlich die Spannung ungeheuer groß. Es sind so viele Gedanken, Ideen und Anregungen aus verschiedenen Quellen zusammengetragen worden, die ich als Orgelbauer mit meinem Team in die Praxis umsetzen durfte. Zuerst wurde die Orgel in allen Einzelheiten konstruiert und berechnet. Anschließend wurde mit dem Bau der vielen Einzelteile begonnen. Dabei fertigten wir fast alle Orgelteile - mit wenigen Ausnahmen - ganz individuell an. Um die großen und kleinen Bauteile einzupassen, wurde die komplette Orgel in der Werkstatt aufgebaut.

Ein Teil der Spannung löste sich, als in der Werkstatt die Orgel zum ersten Mal Probe lief. Jetzt stellte sich heraus: ob ausreichend Wind vorhanden war, ob jedes Loch an der richtigen Stelle gebohrt wurde, ob Windkanäle und Bälge dicht waren, ob alle Pfeifen paßten, ob das Instrument angenehm spielbar ist und vieles mehr. Auch der zukünftige Klang wurde in dieser Bauphase im Groben festgelegt. Die Orgel ist dann in viele Einzelteile zerlegt worden und ist somit optimal für die Montage in der Kirche vorbereitet.

Nach dem recht zügigen Aufbau der Orgel in Ihrer Kirche ist das neu geschaffene Werk nach einer längeren Intonationsphase auf den Raum abgestimmt worden. Die letzten Kleinigkeiten und die Reinstimmung bildeten sozusagen den Abschluß unserer Arbeit an Ihrer neuen Orgel.

Das Werkstatteam wünscht der Gemeinde und allen Gästen der evangelischen Kirche Friedrichsfeld jetzt und in Zukunft viel Freude und Inspiration mit den Klängen der neuen Orgel.

Ich möchte mich bei allen Verantwortlichen und Beteiligten für ihr Vertrauen in unsere Arbeit bedanken.

Verl / Friedrichsfeld, im September 2001

 

                               Neubau ev. Kirche Friederichsfeld